Calendar

Okt
31
Do
2019
Don Giovanni @ Theater Koblenz
Okt 31 um 19:30 – 22:00
Don Giovanni @ Theater Koblenz

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni liebt nicht eine Frau, er liebt alle. 2065 Eroberungen hat sein Diener Leporello in einem sorgsam geführten Verzeichnis der Liebschaften seines Herrn bereits katalogisiert. Allein in Spanien sind es 1003. Dennoch sind es nicht die Frauen, die ihn zu Fall bringen. Als Giovanni das Standbild des von ihm getöteten Komturs zum Nachtmahl einlädt, erscheint der steinerne Gast tatsächlich und mahnt den Verführer zur Umkehr. Doch Giovanni ist nicht bereit, seinen Lebenswandel zu ändern. Lieber fährt er zur Hölle.

Die Figur Don Juans zählt wie Faust und Don Quijote zu den zentralen Mythen der europäischen Kulturgeschichte. Aus den unzähligen Auseinandersetzungen mit diesem Stoff ragt Mozarts „Don Giovanni“, 1787 in kongenialer Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte entstanden, als „Oper aller Opern“ unvergleichlich hervor.

Musikalische Leitung: Yura Yang
Inszenierung: Markus Dietze

Weitere Informationen folgen.

Dez
7
Sa
2019
Hannah Ryggen @ SCHIRN Kunsthalle
Dez 7 ganztägig
Hannah Ryggen @ SCHIRN Kunsthalle

Hannah Ryggen (* 21. März 1894 in Malmö; † 2. Februar 1970 in Trondheim) webt Geschichten von verblüffender Aktualität. Ihre monumentalen Wandteppiche greifen mutig die grundlegenden Themen des Lebens in unserer Gesellschaft auf: die Gräueltaten des Krieges, Machtmissbrauch, unser Angewiesensein auf die Natur und die Verbindung zu unseren Familien und Mitmenschen. Von einem kleinen autarken Bauernhof an der Westküste Norwegens aus schuf die schwedisch-norwegische Künstlerin ein eindrucksvolles, politisch inspiriertes Werk. Sie lancierte bildliche Angriffe auf Hitler, Franco und Mussolini und setzte sich deutlich hörbar für die Opfer von Faschismus und Nationalsozialismus ein.

Die SCHIRN präsentiert – anlässlich des Ehrengastauftritts Norwegens auf der Frankfurter Buchmesse 2019 – eine große Einzelausstellung, die dem Publikum in Deutschland erstmals einen umfassenden Einblick in Ryggens Œuvre gewährt. In den rund 25 gezeigten Tapisserien wird Hannah Ryggen auch als Vertreterin einer anderen Art von Moderne vorgestellt, in der sich Elemente aus Volkskunst und Mythologie mit Themen des gegenwärtigen Lebens mischen. Dabei erkundete sie ein ganz neues Spektrum von Motiven und verwendete ein traditionelles Medium für ein neuartiges Ziel: der Öffentlichkeit mit Wandteppichen, die von Ort zu Ort bewegt werden konnten, ihre starken politischen Botschaften mitzuteilen.

Weitere Informationen folgen.

Jan
25
Sa
2020
Making Van Gogh @ Städel Museum
Jan 25 ganztägig
Making Van Gogh @ Städel Museum

Geschichte einer deutschen Liebe

„Van Gogh ist tot, aber die van Gogh-Leute leben. Und wie leben sie! Überall van Goghelt’s“, formulierte Ferdinand Avenarius 1910 in „Der Kunstwart“ und beschrieb damit die Faszination, die Vincent van Goghs (1853–1890) Malerei Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem auf junge Künstler in Deutschland ausübte. Die umfangreiche Präsentation im Städel thematisiert zum einen die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Vorreiters der modernen Malerei spielten. Zum anderen wird die Bedeutung van Goghs als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet. Zu sehen sind etwa 140 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter etwa 50 zentrale Werke des Künstlers.

Die Ausstellung nimmt das Œuvre van Goghs erstmalig umfassend im Kontext seiner Rezeption in Deutschland in den Blick. Den Ausgangspunkt bildet eine Auswahl von Schlüsselwerken aus allen Schaffensphasen des niederländischen Malers. Darauf aufbauend widmet sich die Präsentation der Bedeutung van Goghs für die Entwicklung der deutschen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wichtiger Referenzpunkt ist hierbei die umfangreiche Städel Sammlung von Werken des Expressionismus. Neben bekannten Beispielen von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Max Beckmann werden auch wiederzuentdeckende Positionen präsentiert, für die van Gogh ebenso prägend war, darunter Peter August Böckstiegel, Maria Slavona oder Heinrich Nauen.

Das Städel wird hochkarätige Werke aus deutschen wie internationalen Sammlungen präsentieren, darunter das Museum of Fine Arts in Boston, das Cleveland Museum of Art, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Nationalgalerie in Prag sowie die National Gallery of Art in Washington. Besondere Höhepunkte stellen die Selbstbildnisse aus dem Art Institute in Chicago und dem Kröller-Müller Museum in Otterlo dar. Weitere Highlights sind die berühmte Darstellung der Berceuse „Augustine Roulin“ (1889, Stedelijk Museum, Amsterdam) sowie die „Segelboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer“ (1888, Van Gogh Museum, Amsterdam).

Mrz
1
So
2020
Die Liebe zu den drei Orangen @ Theater Koblenz
Mrz 1 ganztägig
Die Liebe zu den drei Orangen @ Theater Koblenz

Oper von Sergej Prokofjew

Am Hofe des Königs blickt man besorgt auf den an Melancholie leidenden Prinzen. Nur ein herzhaftes Lachen könnte ihn heilen. Spaßmacher Truffaldino soll es ihm entlocken. Machtbesessene Thronfolger wie des Königs Nichte Clarice und der Minister Leander wünschen sich gar den Tod des Prinzen herbei. Auf höherer Ebene wird der Kampf durch die Zaubermächte Fata Morgana und Tschelio ausgetragen. Als ein Missgeschick Fata Morganas den Prinzen tatsächlich zum Lachen bringt, belegt diese den Prinzen mit einem Fluch: Er soll sich in drei Orangen verlieben. Gemeinsam mit Truffaldino macht sich der Prinz auf die Reise, um nach den Orangen zu suchen.

Sergej Prokofjews Märchenoper „Die Liebe zu den drei Orangen“, uraufgeführt 1921 in Chicago, basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück Carlo Gozzis und ist der Commedia dell‘arte ebenso verpflichtet wie den Kunstdiskursen ihrer Entstehungszeit.

Musikalische Leitung: Rasmus Baumann
Inszenierung: Michiel Dijkema

Der genaue Termin kann erst nach der Theater-Sommerpause 2019 bekanntgegeben werden.

Jun
1
Mo
2020
Die lustige Witwe @ Theater Koblenz
Jun 1 ganztägig
Die lustige Witwe @ Theater Koblenz

Operette von Franz Lehár

Dem fiktiven Balkanstaat Pontevedro droht der Staatsbankrott, zumindest wenn es nicht gelingt, die Millionen der jung verwitweten Hanna Glawari im Lande zu behalten. Aber sie lebt jetzt in Paris, wo es von Mitgiftjägern wimmelt, die sich eine lukrative Heirat mit der attraktiven Witwe nur allzu gut vorstellen könnten. Für die diplomatische Mission, dieses zu verhindern, wird ausgerechnet Gesandtschaftssekretär Danilo Danilowitsch ausersehen, der die Nächte viel lieber im Maxim verbringt und den eine frühere Liebesbeziehung zudem bereits mit Hanna verband, bevor finanzielle Interessen und familiäre Rücksichten sie auseinanderbrachten.

„Die lustige Witwe“ begründete den Weltruhm des Komponisten Franz Lehár und avancierte nach ihrer Uraufführung im Dezember 1905 in kürzester Zeit zum meistgespielten Werk der sogenannten „Silbernen Operette“.

Musikalische Leitung: Daniel Spogis
Inszenierung: Ansgar Weigner

Der genaue Termin kann erst im Herbst bekanntgegeben werden.

Jul
1
Mi
2020
Nabucco @ Festung Ehrenbreitstein
Jul 1 um 13:59 – 14:59
Nabucco @ Festung Ehrenbreitstein

Oper von Giuseppe Verdi

Der babylonische König Nabucco hat Jerusalem erobert. Doch die Hebräer unter Führung ihres Hohepriesters Zaccaria sind zum Widerstand entschlossen, zumal sie Nabuccos jüngere Tochter Fenena als Geisel in ihrer Hand haben. Fenena jedoch wird von Ismaele beschützt, einem Hebräer, der sie liebt. Abigaille, die ältere, aber von einer Sklavin abstammende Tochter Nabuccos, die von Ismaele abgewiesen wurde, schwört der Schwester, dem Vater und allen Hebräern Rache. Als Nabucco sich nicht nur zum König, sondern zum Gott erklärt, wird er vom Blitz getroffen und von Wahnsinn gezeichnet.

Giuseppe Verdi, mit dessen Namen sich später die italienische Einheitsbewegung des „Risorgimento“ verband, erzielte mit „Nabucco“ 1842 seinen ersten großen Erfolg. Der Chor der geknechteten Hebräer, „Va, pensiero, sull‘ ali dorate“, steht bis heute im Rang einer inoffiziellen Nationalhymne Italiens.

Musikalische Leitung: Mino Marani
Inszenierung: Anja Nicklich

Der genaue Termin wird 2020 bekanntgegeben.