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Jan
7
Di
2020
Der kaukasische Kreidekreis @ Theater Koblenz
Jan 7 um 17:50 – 23:20
Der kaukasische Kreidekreis @ Theater Koblenz

Schauspiel von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau

Im Mittelpunkt des im Exil entstandenen Schauspiels steht der Streit zweier Mütter um ein Kind. Die Magd Grusche hat im Chaos einer Revolution das Kind ihrer Arbeitgeber angenommen und unter Gefahr für ihr eigenes Leben gerettet. Die leibliche Mutter dagegen, die ihres Amtes enthobene Gouverneurin, hat ihr Kind zurückgelassen und fordert es nun, in Friedenszeiten, zurück. Über diesen Streit soll der in den Wirren des Aufstandes als Richter eingesetzte Dorfschreiber Azdak urteilen. Dieser Richter zeichnet sich durch eine intuitive und willkürlich anmutende Rechtsprechung aus. Er verfügt, dass das Kind in einen Kreidekreis gestellt wird, beide Frauen müssen nun versuchen, es auf ihre Seite zu reißen. Grusche lässt sofort los, um das Kind nicht zu verletzen, und gibt sich damit als die wahrhaft Mütterliche zu erkennen. Azdak spricht ihr daher das Kind zu.

Zwei Spiele, zwei große Themen der Weltliteratur werden von Brecht hier zu einem geschlossenen Kreis geführt: Das Spiel von Grusche Vachnadze, der Magd, die mit übermenschlichen Opfern – selbst dem Opfer ihrer Liebe zu dem Soldaten Simon Chachava – in Zeiten der Revolte das Kind der harten Gouverneursfrau rettet, und das Spiel vom Azdak, dem Arme–Leute–Richter, der, betrunken und korrupt, dennoch das Chaos zu einer „kurzen, goldenen Zeit beinah der Gerechtigkeit” macht.

Auch gut siebzig Jahre nach der Uraufführung bleiben die im Mittelpunkt dieses Konflikts aufgeworfenen Fragen aktuell: Wie gehen Menschen mit der ihnen übertragenen Verantwortung um? Wie stehen sich Recht und Gerechtigkeit gegenüber? Ist der Wunsch nach sozialer Vernunft nur eine Utopie?

Inszenierung: Esther Hattenbach
Musikalische Leitung: Johannes Bartmes

Zzgl. anteilige Kosten für den Bus, je nach Anzahl der Teilnehmer
Abfahrt von Simmern / Schlossplatz: 17:50 Uhr
Rückfahrt: ca. 22:00 Uhr
Anmeldeschluss: 06.12.19

Jan
25
Sa
2020
Making Van Gogh @ Städel Museum
Jan 25 um 11:00 – 19:00
Making Van Gogh @ Städel Museum

Geschichte einer deutschen Liebe

„Van Gogh ist tot, aber die van Gogh-Leute leben. Und wie leben sie! Überall van Goghelt’s“, formulierte Ferdinand Avenarius 1910 in „Der Kunstwart“ und beschrieb damit die Faszination, die Vincent van Goghs (1853–1890) Malerei Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem auf junge Künstler in Deutschland ausübte. Die umfangreiche Präsentation im Städel thematisiert zum einen die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Vorreiters der modernen Malerei spielten. Zum anderen wird die Bedeutung van Goghs als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet. Zu sehen sind etwa 140 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter etwa 50 zentrale Werke des Künstlers.

Die Ausstellung nimmt das Œuvre van Goghs erstmalig umfassend im Kontext seiner Rezeption in Deutschland in den Blick. Den Ausgangspunkt bildet eine Auswahl von Schlüsselwerken aus allen Schaffensphasen des niederländischen Malers. Darauf aufbauend widmet sich die Präsentation der Bedeutung van Goghs für die Entwicklung der deutschen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wichtiger Referenzpunkt ist hierbei die umfangreiche Städel Sammlung von Werken des Expressionismus. Neben bekannten Beispielen von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Max Beckmann werden auch wiederzuentdeckende Positionen präsentiert, für die van Gogh ebenso prägend war, darunter Peter August Böckstiegel, Maria Slavona oder Heinrich Nauen.

Das Städel wird hochkarätige Werke aus deutschen wie internationalen Sammlungen präsentieren, darunter das Museum of Fine Arts in Boston, das Cleveland Museum of Art, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Nationalgalerie in Prag sowie die National Gallery of Art in Washington. Besondere Höhepunkte stellen die Selbstbildnisse aus dem Art Institute in Chicago und dem Kröller-Müller Museum in Otterlo dar. Weitere Highlights sind die berühmte Darstellung der Berceuse „Augustine Roulin“ (1889, Stedelijk Museum, Amsterdam) sowie die „Segelboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer“ (1888, Van Gogh Museum, Amsterdam).

Zzgl. anteilige Kosten für Bus und Führung, je nach Anzahl der Teilnehmer
Abfahrt von Simmern / Schlossplatz: 11:00 Uhr
2 Führungen: 13:15 Uhr und 13:30 Uhr
Rückfahrt: ca. 17:00 Uhr
Anmeldeschluss: 04.01.2020

Mrz
19
Do
2020
Die lustige Witwe @ Theater Koblenz
Mrz 19 um 18:00 – 23:45
Die lustige Witwe @ Theater Koblenz

Operette von Franz Lehár

Dem fiktiven Balkanstaat Pontevedro droht der Staatsbankrott, zumindest wenn es nicht gelingt, die Millionen der jung verwitweten Hanna Glawari im Lande zu behalten. Aber sie lebt jetzt in Paris, wo es von Mitgiftjägern wimmelt, die sich eine lukrative Heirat mit der attraktiven Witwe nur allzu gut vorstellen könnten. Für die diplomatische Mission, dieses zu verhindern, wird ausgerechnet Gesandtschaftssekretär Danilo Danilowitsch ausersehen, der die Nächte viel lieber im Maxim verbringt und den eine frühere Liebesbeziehung zudem bereits mit Hanna verband, bevor finanzielle Interessen und familiäre Rücksichten sie auseinanderbrachten.

„Die lustige Witwe“ begründete den Weltruhm des Komponisten Franz Lehár und avancierte nach ihrer Uraufführung im Dezember 1905 in kürzester Zeit zum meistgespielten Werk der sogenannten „Silbernen Operette“.

Musikalische Leitung: Daniel Spogis
Inszenierung: Ansgar Weigner

Zzgl. anteilige Kosten für den Bus, je nach Anzahl der Teilnehmer
Abfahrt ab Simmern / Schlossplatz: 18:00 Uhr
Rückfahrt: ca. 22:30 Uhr
Anmeldeschluss: 18.02.2020

Apr
24
Fr
2020
Jugendstil – Schenkung F. W. Neess @ Museum Wiesbaden
Apr 24 – Apr 25 ganztägig
Jugendstil - Schenkung F. W. Neess @ Museum Wiesbaden

Jugendstil und Art Nouveau im Museum Wiesbaden

Der Jugendstil war eine revolutionäre Kunstrichtung. Sie forderte eine moderne, ihrer eigenen Zeit angemessene Kunst und fand ihre Themen sowohl in der Natur als auch in der Bildsprache des liebenden und leidenden Menschen. Damit suchte und fand der Jugendstil mit den Mitteln der Kunst Antworten für eine utopische, ästhetisch bestimmte Gesellschaftsform. Geboren aus der Dynamik der Natur und der Kraft der Jugend, verkörperte die Kunst in den Jahren um 1900 auch die Schattenseiten des Daseins in Form des Symbolismus mit einer dunklen Ästhetik des Verfalls, des Mythischen und Rätselhaften. Ziel war es, ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, das die Grenzen zwischen Leben und Kunst aufheben sollte.

Das Museum Wiesbaden zeigt die Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess als dauerhafte Präsentation im Südflügel des Museums Wiesbaden. Die über 500 Objekte bilden einen Querschnitt durch alle Gattungen des Jugendstils und führen beispielhaft vor, in welcher Qualität und Stilhöhe die Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts auftrat. Mit der Erstpräsentation der Sammlung Neess am 29. Juni 2019 stellt das Museum Wiesbaden diese herausragende Sammlung zum ersten Male als Ganzes einer breiten Öffentlichkeit aus und setzt Wiesbaden damit auf die Karte der europäischen Jugendstilstädte.

Zzgl. anteilige Kosten für Bus und Führung, je nach Anzahl der Teilnehmer
Abfahrt von Simmern / Schlossplatz: ca. 14:00 Uhr
Das Anschluss- oder Abschlussprogramm steht noch nicht fest.

Jul
10
Fr
2020
Nabucco @ Festung Ehrenbreitstein
Jul 10 – Jul 22 ganztägig
Nabucco @ Festung Ehrenbreitstein

Oper von Giuseppe Verdi

Der babylonische König Nabucco hat Jerusalem erobert. Doch die Hebräer unter Führung ihres Hohepriesters Zaccaria sind zum Widerstand entschlossen, zumal sie Nabuccos jüngere Tochter Fenena als Geisel in ihrer Hand haben. Fenena jedoch wird von Ismaele beschützt, einem Hebräer, der sie liebt. Abigaille, die ältere, aber von einer Sklavin abstammende Tochter Nabuccos, die von Ismaele abgewiesen wurde, schwört der Schwester, dem Vater und allen Hebräern Rache. Als Nabucco sich nicht nur zum König, sondern zum Gott erklärt, wird er vom Blitz getroffen und von Wahnsinn gezeichnet.

Giuseppe Verdi, mit dessen Namen sich später die italienische Einheitsbewegung des „Risorgimento“ verband, erzielte mit „Nabucco“ 1842 seinen ersten großen Erfolg. Der Chor der geknechteten Hebräer, „Va, pensiero, sull‘ ali dorate“, steht bis heute im Rang einer inoffiziellen Nationalhymne Italiens.

Musikalische Leitung: Mino Marani
Inszenierung: Anja Nicklich

Zwischen dem 10. und 22. Juli 2020 finden ca. 5 Aufführungen von Verdis Oper „Nabucco“ statt. Die genauen Termine werden ab Herbst bekannt gegeben. Da dies eine Open-Air–Veranstaltung ist, sind nicht alle Plätze überdacht. Dies bitte bei der Ticketbestellung zu berücksichtigen. Folgende Preiskategorien: 25 €; 39 €; 49 € und 59 € können gebucht werden. Dazu aber im Herbst nähere Details.

Zzgl. anteilige Kosten für den Bus, je nach Anzahl der Teilnehmer