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Feb
15
Mi
2023
9. CulturisSIMo-Literaturzeit @ Raum 9 (am Pro-Winzkino)
Feb 15 um 19:00

Wir besprechen den 1957 erschienenen Roman „Die Vögel“ von Tarjei Vesaas. Der Berliner Verlag Guggolz hat diese literarische Perle in einer Neuübersetzung herausgegeben und die Kritik feierte den Roman 2021 als eine „Wiederentdeckung“ mit „zeitlos schöner Prosa“ und als „Buch des Jahres“. Tarjei Vesaas (1897–1970) erzählt von dem Außenseiter Mattis, der sich in eine kindliche innere Welt zurückgezogen hat und von den anderen Dorfbewohnern als zurückgeblieben verlacht wird… In sparsamer, eindringlicher Sprache und in unvergesslichen Bildern beschreibt der Autor das Innenleben des Sonderlings Mattis und seinen Blick auf die Welt, und dabei auch sein Unvermögen, sich auszudrücken, sich mit anderen Menschen zu verständigen. Das Ungesagte zwischen den Zeilen, das im Grunde Unsagbare fügt Vesaas in einzigartiger, unverwechselbarer Weise ins feine Netz der Erzählung und erzeugt damit poetische Spannung und ein unbedingtes Mitgefühl für Mattis. (Quelle Verlag Guggolz) Der große Star der norwegischen Literatur, Karl-Ove Knausgård, bezeichnet dieses Werk als den besten norwegischen Roman aller Zeiten.

Moderation: Anna-Luise Heinrich

Feb
18
Sa
2023
Chagall. Welt in Aufruhr @ Schirn Kunsthalle
Feb 18 um 0:00

Marc Chagall (1887–1985) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Moderne. Die SCHIRN widmet ihm nach 15 Jahren erst­mals wieder eine groß angelegte Ausstellung in Deutschland: CHAGALL. WELT IN AUFRUHR beleuchtet eine bislang wenig bekannte, aber wichtige Seite seines Schaffens – die Werke der 1930er- und 1940er-Jahre, in denen sich seine farbenfrohe Palette zunehmend verdunkelt.

Als jüdischer Maler war Chagall durch das nationalsozialistische Regime einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt. Bereits in den frühen 1930er-Jahren verarbeitete er den immer aggressiver werdenden Antisemitismus und emigrierte 1941 schließlich in die USA. Sein künstlerisches Schaffen in diesen Jahren berührt zentrale Themen wie Identität, Heimat und Exil. Mit rund 60 eindringlichen Gemälden, Papierarbeiten und Kostümen zeichnet die Ausstellung die Suche des Künstlers nach einer Bildsprache im Angesicht von Vertreibung und Verfolgung nach. In der Zusammenschau ermöglicht die SCHIRN eine neue und äußerst aktuelle Perspektive auf das Œuvre eines der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Für die Präsentation konnte die SCHIRN bedeutende Leihgaben gewinnen und zusammenführen, u.a. aus dem Kunsthaus Zürich, Kunstmuseum Basel, Centre Pompidou, Musée national d’Art moderne, Paris, das Tel Aviv Museum of Art, Stedelijk Museum, Amsterdam, Moderna Museet, Stockholm, The Metropolitan Museum of Art, New York, der Tate Modern, London, und dem Musée national Marc Chagall, Nizza.

Eine Ausstellung der SCHIRN KUNST­HALLE FRANKFURT in Kooperation mit dem Henie Onstad Kunstsenter, Oslo

Weitere Informationen folgen.

Text: © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2022
Foto: © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2022 | Norbert Miguletz