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Feb
20
So
2022
Romeo und Julia @ Theater Koblenz
Feb 20 um 18:00


Tragödie von William Shakespeare
Deutsch von Erich Fried

In Verona brennt die Luft, die Familien Montague und Capulet sind bis aufs Blut verfeindet. Die Fronten versuchen Romeo und Julia, die „star–cross‘d lovers”, zu durchbrechen. Der junge Romeo Montague nimmt inkognito an einem Maskenball im Hause Capulet teil und lernt dort Julia kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick – doch sie hat keine Chance. Denn plötzlich setzt eine Kettenreaktion furchtbarer Ereignisse ein. Romeos Freund Mercutio und Julias Cousin Tybalt sterben in Straßenkämpfen, Romeo steht unter Mordanklage. In der Nacht vor dessen Flucht aus Verona traut Pater Lorenzo heimlich das junge Liebespaar. Er erhofft sich von dieser Ehe eine Versöhnung der Familien. Julia jedoch wird von ihren Eltern dem Grafen Paris versprochen. Sie sieht nur einen Ausweg und versetzt sich mithilfe eines Gifttranks in einen todesähnlichen Schlaf. Aufgrund falscher Informationen glaubt auch Romeo, dass Julia gestorben sei. Er eilt zurück nach Verona und vergiftet sich an ihrer Totenbahre. Die erwachende Julia sieht ihn sterben und ersticht sich neben ihrem toten Mann. Ihr Glück und ihr Ende waren nur einen Wimpernschlag voneinander entfernt.

„The Most Excellent and Lamentable Tragedy of Romeo and Juliet” erschien erstmals 1597 im Druck. Der Stoff ist in vielen Varianten musikalisch, literarisch und im Film verarbeitet worden; auf der Bühne genießt das Werk ungebrochene Popularität.

Besetzung

Inszenierung: Carlos Wagner
Bühne und Kostüme: Christophe Ouvrard
Musik: Jörg Daniel Heinzmann
Dramaturgie: Julia Schinke

Weitere Informationen folgen.

Text: © Theater Koblenz

Apr
3
So
2022
Maria Stuart @ Theater Koblenz
Apr 3 um 18:00


Drama von Friedrich Schiller
Mit Texten von Deborah Kötting

Maria, katholische Königin Schottlands, wurde unter der Anklage, am Mord ihres zweiten Ehemannes beteiligt gewesen zu sein, entthront und festgesetzt. Ihr gelang jedoch die Flucht aus Schottland. Hilfe suchte sie bei ihrer Cousine Elisabeth, der protestantischen Königin Englands. Diese sieht sich durch die Anwesenheit Marias in akuter Gefahr, denn Maria bezeichnet sich und ihren Sohn Jakob als legitime Anwärter auf den englischen Thron. Elisabeth hält daher Maria jahrelang unter Arrest und lässt sie schließlich zum Tode verurteilen. Schillers Drama um die beiden Königinnen setzt in den letzten Lebenstagen Marias im Jahr 1587 ein. Diese versucht verzweifelt, eine Aufhebung des Todesurteils zu erreichen. Elisabeth schwankt und sucht nach einem Weg, das Urteil vollstrecken zu lassen, ohne sich selbst mit Schuld zu belasten. Zu ihrem Gewissenskonflikt kommt die Gefahr gravierender politischer Folgen hinzu, da im Namen Marias die katholischen Königreiche Frankreich und Spanien mit Vergeltung drohen.

Um die beiden Frauen im Zentrum der Macht scharen sich Höflinge, die um Gunst und Einfluss buhlen. Im Spannungsfeld zwischen Macht und Gewissen, Politik und Religion, Liebe und Intrige bewegt sich Friedrich Schillers 1800 uraufgeführtes Drama. Die Autorin Deborah Kötting beleuchtet das Duell der zwei Königinnen aus Sicht einer jungen Frau des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Besetzung

Elisabeth, Königin von England: Raphaela Crossey
Maria, Königin von Schottland: Dorothee Lochner
Robert Dudley, Graf von Leicester: Jona Mues
Georg Talbot, Graf von Shrewsbury: Marcel Hoffmann
Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh: Wolfram Boelzle
Amias Paulet, Hüter der Maria: David Prosenc
Mortimer, sein Neffe: Lukas Winterberger

Inszenierung: Jana Milena Polasek
Bühne und Kostüme: Peter Schickart
Musik: Helena Daehler
Dramaturgie: Deborah Kötting, Juliane Wulfgramm

Weitere Informationen folgen.

Text: © Theater Koblenz

Jun
11
Sa
2022
Der Kirschgarten @ Theater Koblenz
Jun 11 um 19:30

Schauspiel von Anton Tschechow

Ljubow Andrejewna Ranjewskaja ist vor fünf Jahren mit ihrer Tochter Anja nach Paris gegangen, um sich mit Glamour und Party von der Trauer um ihren verunglückten Sohn abzulenken. Nun hat ihre Pflegetochter Warja sie zurückgebeten ins familieneigene Landgut, das von einem prächtigen Kirschgarten umgeben ist. Hier, am Ort glücklicher Kindheitserinnerungen, möchte Ranjewskaja, pleite und erschöpft, zur Ruhe kommen. Doch die Sorgen sind groß: Das Anwesen ist überschuldet, die Zwangsversteigerung droht. Der Unternehmer Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, dessen Vater Leibeigener auf dem Gut war, ist inzwischen erfolgreicher Kaufmann. Er schlägt vor, an der Stelle des Kirschgartens Sommerhäuser zu errichten und mithilfe der Mieteinnahmen die Insolvenz abzuwenden. Doch davon will Ranjewskaja nichts hören. Lieber feiert sie das Wiedersehen mit ihrem Bruder Leonid Andrejewitsch Gajew und schwelgt in Erinnerungen. So erhält Lopachin bei der Zwangsversteigerung den Zuschlag, die Familie muss das Gut verlassen, der Kirschgarten wird abgeholzt. Nur der alte Diener Firs bleibt – von allen vergessen – allein zurück.

„Es ist kein Drama geworden, sondern eine Komödie, stellenweise sogar eine Farce.” So beschrieb Anton Tschechow sein letztes Werk, das bis heute zu den meistgespielten des großen russischen Dichters gehört. Es wurde zu Tschechows 44. Geburtstag im Jahre 1904 in Moskau uraufgeführt.

Besetzung

Inszenierung: Markus Dietze
Bühne und Kostüme: Bodo Demelius
Live-Kamera: David Finn, Thiemo Hehl
Dramaturgie: Juliane Wulfgramm

Weitere Informationen folgen.

Text: © Theater Koblenz